Das startlearnING-Prinzip

Das Projekt setzt auf eine Vernetzung von biologisch-naturwissenschaftlichen sowie technischen Denk- und Arbeitsweisen im Rahmen eines Problemlöseprozesses. 

Unsere Lernarrangements werfen Problem-stellungen aus, die durch eine technische Konstruktion gelöst werden sollen.

startlearnING verbindet Biologie & Technik

Dabei sieht die Arbeitsweise des Konstruierens vor, eine Problemstellung zunächst zu erfassen und Anforderungen zu bestimmen, die die Konstruktion erfüllen muss. Biologische Phänomene geben den Lernarrangements eine Rahmung. Sie können Ideengeber sein oder die Anforderungen, die die Konstruktion erfüllen muss, erst aufzeigen.

Merkmale des startlearnING-Prinzips

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 1. Das Konstruieren erfolgt systematisch, analog zur Vorgehensweise von Ingenieuren.

2. Problemstellungen aus der Lebenswelt sind Grundlage für technische Konstruktionen.

3. Das Konstruieren erfolgt ohne Lösungsvorgabe.

4. Naturwissenschaftliche Phänomene sind Ideengeber für technische Konstruktionen.

5. Das Konstruieren erfolgt mit einfachen Werkzeugen und Alltagsmaterialien.

6. Gute Konstruktionen erfordern Kommunikation.

7. Gute Konstruktionen funktionieren unabhängig vom Aussehen.

8. Fehler werden als Katalysatoren des Lernprozesses betrachtet.

Die Methodik des Konstruierens

Herzstück des Vorgehens im Projekt stellt das Konstruieren in Form einer didaktisierten Abwandlung der Arbeitsweise von Ingenieuren dar, wie sie in der Richtlinie 2221 des Vereins Deutscher Ingenieure beschreiben wird.  

Die VDI-Richtlinie 2221 beschreibt den Vorgang des Konstruierens als einen rekursiven Prozess, in dem zunächst die Funktionen einer Konstruktion definiert und Lösungsprinzipien erschlossen werden. Diesen Phasen schließt sich die Planung der Konstruktion an. Das Konstruieren endet bei einem Produktplan, der in der Folge realisiert werden kann (Verein Deutscher Ingenieure, 2019). Die Abwandlung des Vorgehens bei der didaktisierten Version nach dem „startlearnING“-Prinzip beinhaltet explorative Phasen des Materialkennenlernens sowie eine manuelle Fertigung eines Produktes und dessen anschließende Reflexion hinsichtlich seiner Funktionsweise und Passung auf die Problemstellung.

Abbildung: Die Konstruktionsphasen innerhalb des startlearnING-Prinzips